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Die erste Erwähnung
des Ortes Kunnersdorf finden wir auf einer Urkunde aus dem Jahr 1306. Am
24.04.des
Jahres 1306 übergibt
Ritter Syfried von Baruth alle seine Güter in Conradsdorph an Nycolaus
von Neueshofe
und dessen Sohn Nycolaus
zur Lehn. Damit ist erwiesen, daß die Ortsgeschichte von Kunnersdorf
noch
weiter zurückgeht,
wahrscheinlich bis in das Jahr 1240. Auch dort gibt es eine Urkunde, wo
Herr Heinrich von
Baruth mit dem Meißner
Bischof im Streit liegt. In diesem Streit geht es um den Tausch eines Gebietes
und
damit ist wieder unser Kunnersdorf
betroffen.
Postkarte von Kunnersdorf
auf dem Eigen aus den 20er Jahren
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• Ein Ritter mit dem
Namen Ritter Konrad (wahr-
scheinlich von Schönburg
oder von Baruth) kommt
nach langer Reise mit 10
oder 15 Siedlerfamilien in
die Gefilde des heutigen
Kunnersdorf. Er findet hier
sehr gute Bedingungen vor
und beschließt hier zu
bleiben. Konrad reist nach
Meißen und berichtet dem
Bischof, dem Herren über
dieses Gebiet, von seinem
Vorhaben. Dieser Bischof
ist froh, einen neuen Va-
sallen gefunden zu haben
und übergibt ihm feierlich
das Land als Lehn. Unser
Konrad kehrt zurück und
ihm zu Ehren und aus Dankbarkeit
für seine Mühen
werden die Siedler ihren
Ort "Konradsdorf" taufen. |
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Die Namen
in chronologischer Reihenfolge
• 1306 - Conradesdorph
• 1317 - Cunradistorf
• 1383 - Cunradisdorf
• 1430 - Cunirstorff
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Was hat es aber mit dem
Kunnersdorf a.d.Eigen auf sich?
• Die Familie von
Schönburg haben in der Bernstädter Pflege
eine große Rolle gespielt.
Wie das Geschlecht von Vesta-
Kamenz teilten sie sich
gewissermaßen die Ländereien des
Eigenschen Kreises. Ihrem
Wirken ist auch das Entstehen der
Stadt Bernstadt a.d.Eigen
zu verdanken. |
Von 1893-1945 "dampfte"
die
Schmalspurbahn
durch das
Pließnitztal
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• Am 22.08.1317 geben
die Schönburgs das, was ihnen noch an Rechten zu Kunnersdorf zusteht,
an das
Kloster. Aber noch immer
waren die Baruths die Lehnherren. Schon 1319 ist in der Geschichte zu lesen,
daß als neuer Lehnsherr
Herr Herzog Heinrich von Jauer in Erscheinung tritt. Die Baruths haben
also ihre
Lehnrechte an Kunnersdorf
abgetreten.
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Der Berg Friedrichstein
(hier in halber Höhe)
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• Bereits 1320 am
28.März übergibt dann Herzog
Heinrich seine Lehnrechte
wieder ab und zwar an das
Kloster St. Marienstern.
Und damit ist seit 1320, ge-
nauer seit dem 28.März,
Kunnersdorf vollständig im
Besitz des Klosters St.
Marienstern bei Kamenz - ein
neues Kapitel in der Geschichte
beginnt und dieses
Kapitel dauert über
500 Jahre an.
• Wenn man der Chronistenpflicht
genüge tun will und
man sich auch an die üblichen
Verhaltensmuster hält,
so gilt das Jahr 1306 als
die erste urkundliche
Erwähnung des Ortes.
Und dieses Jahr gilt auch als
das Gründungsdatum. |
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• Das offizielle Ende von
Kunnersdorf auf dem Eigen wurde in der Sächsischen Zeitung vom 14.12.1956
folgendermaßen mitgeteilt:
"AMTLICHE BEKANNMACHUNG - Der Ministerrat der DDR hat mit Beschluß
vom 14.Dezember 1956 (veröffentlicht
im Gesetzblatt Teil I, S. 11, lfd. Nr. 165) folgende Zusammenlegung
der Gemeinden auf Grund
der Beschlüsse der beteiligten Volksvertretungen bestätigt: Gemeinde
Kunners-
dorf und Stadt Bernstadt
zur Stadt Bernstadt (Krs. Löbau). Rat des Kreises Löbau"
• Die eigenständige
Geschichte des Ortes Kunnersdorf auf dem Eigen endete am 01.01.1957, mit
der Ein-
gemeindung in die Stadt
Bernstadt auf dem Eigen. Seit dem Jahr 1994 hat Kunnersdorf auf dem Eigen
den
offiziellen Status eines
Ortsteiles. |
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